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AV-views.de Extra Die Projektorenklassen / mobile Klasse


Extra 2003/2

Die Projektorenklassen/
mobile Klasse


Die mobile Klasse

Wer einen Projektor, meist zusammen mit einem Notebook, in seinem täglichen Reisegepäck haben will, der legt natürlich besonderen Wert auf geringes Gewicht. Gute Werte liegen zur Zeit bei unter 3,5 kg. Aber noch weitere Merkmale zeichnen Projektoren der mobilen Klasse aus. Die Lichtleistung sollte mindestens 1000 Lumen (ANSI) betragen, damit auch in hellen Räumen ausreichend groß und dennoch mit gutem Kontrast projiziert werden kann. Für die Bildgröße ist natürlich die Projektionsoptik verantwortlich. Einige Geräte haben nur eine Festbrennweite, die Bildgröße kann dann alleine durch die Projektionsentfernung festgelegt werden. Oft kann auf ein Zoom oft verzichtet werden, da in der Praxis wegen der meist sehr geringen Distanz des Projektors zur Bildwand nur die kürzeste Brennweite zum Einsatz kommt. Viel wichtiger ist deshalb, dass die Brennweite möglichst klein und damit das Bild möglichst groß ist.

Eckdaten mobile Klasse
Gewicht: unter 3,5 kg
Lichtleistung: mind. 1000 Lumen
Auflösung: SVGA oder besser
Das sollten die Geräte leisten:
kleine Brennweite, grosser Off-Axis Winkel, niedrige Betriebsgeräusche, Viedeoeingang, VGA-Eingang

Mobile Projektoren stehen zumeist auf dem Arbeitstisch in unmittelbarer Nähe der Anwender. Damit das Bild ohne Schrägstellen des Projektors in ausreichender Höhe gezeigt werden kann, ist ein großer Off-Axis Winkel nötig. Bei guten Geräten liegt die Unterkante der Projektion in Höhe oder sogar oberhalb der Tischkante. Die Nähe zu den anwesenden Personen erfordert zudem, dass die Betriebsgeräusche möglichst gering sind (<35 dB) und die warme Abluft nicht in Richtung der teilnehmenden Personen gelenkt wird. Als Ausstoßrichtung sind Oben oder Vorne geeignet.

Wer Computerbilder mit vielen Details oder kleinen Schriften wie z.B. aus Textverarbeitungen oder Tabellenkalkulationen zeigen will, der sollte einen Projektor mit physikalischen 1024 x 768 Bildpunkten (XGA) auswählen. Kommen hingegen im überwiegenden Maße Präsentationsprogramme (z.B. PowerPoint) zum Einsatz, reicht sogar die preiswerte SVGA-Auflösung. Solche Geräte sind heutzutage auch in der Lage, XGA-Signale in guter Qualität darzustellen.

Die Anzahl der Anschlussbuchsen wird schon alleine aufgrund der geringen Geräteabmessungen klein gehalten. Üblich ist ein Komposite/Videoeingang, ein VGA-Eingang für das Computersignal sowie ein Audioeingang für den meist sehr kleinen Kontrollautsprecher. Einige Geräte sind auch mit einer S-Videobuchse und einem DVI-Anschluß versehen. Ein Monitor-Ausgang wird bei den mobilen Projektoren nicht benötigt.

Kontrastverhältnis und Ausleuchtung sind für Projektoren dieser Klasse nur von geringer Wichtigkeit.


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Übersicht
 
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