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Test: Eiki EK810U

Eiki: EK810U

Das japanische Unternehmen EIKI ist ein traditionelles Unternehmen, das sich seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts mit technischen Produkten für den Unterricht und speziell auch mit Filmprojektoren befasste. Von Anfang an war man auch teils mit eigenen, teils mit OEM-Produkten im Segment der digitalen Projektoren dabei. Heute hat uns EIKI Deutschland einen Installationsprojektor aktuellster Technologie zum Testen zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um den EK810U, ein Installationsgerät mit einer Lichtleistung von 8000 Lumen und einer Auflösung von 1920 x 1200 Bildpunkten. Eine Besonderheit: Als Lichtquelle wird eine ganz aktuelle Laser-Phosphor Kombination eingesetzt.
Äußerlich sieht der EK810U ? EIKI möges es mir verzeihen ? aus wie jeder Installationsprojektor dieser Klasse: praktisches Kastenformat mit einer Grundfläche von knapp einem viertel Quadratmeter, Objektiv mittig angeordnet, Anschlüsse rückseitig. Es kann zwischen verschiedenen Objektiven gewählt werden, die sich ohne Werkzeug wechseln lassen. Beim Anheben des Projektors merkt man dann, dass hier keine Standard-Lichtquelle zum Einsatz kommt. Die Laserdioden, die zusammen mit dem Phosphorrad als Lichtquelle dienen, brauchen eine wesentlich präzisere Kühlung, die sich nur mit einem Flüssigen Kühlmittel und entsprechenden Wärmetauschern realisieren lässt. Das bringt dann zusätzliche Kilo auf die Waage. Dennoch sind die gut 25 Kilogramm problemlos zu handhaben.
Das rückseitige Anschlussfeld ist nicht besonders imponierend, bietet aber allen üblichen Signalformen einen Zugang. HDMI wird auch als Ausgang angeboten, ebenso die alte VGA-Norm. Wer DVI-D benötigt, hat direkten Zugang und auch für längere Distanzen steht HDBaseT zur Verfügung. Eine LAN Schnittstelle fehlt natürlich nicht und auch USB kann genutzt werden. Crestron connected garantiert die Einbindung in die entsprechende Steuerungstechnik.
Kaum zehn Sekunden nach dem Einschalten steht schon das Bild mit voller Lichtleistung und in bester Qualität zur Verfügung. Wirklich hervorragend ist die Farbdarstellung, und zwar in allen Bildmodi. Selbst in der hellsten Einstellung sind nicht die bei anderen 1-Chip DLP-Projektoren feststellbaren Farbverschiebungen oder unsauberen Farbdarstellungen festzustellen. So wünscht man sich, ja, erwartet man eine professionelle Projektion. Professionell ist auch der weite elektromotorisch zu bedienende horizontale und vertikale Lens Shift. Die Justierung per IR Fernbedienung ist allerdings etwas gewöhungsbedürftig. Bei längerem Tastendruck laufen die Servos etwas nach und man muss dann durch kurzes Antippen nachjustieren.
Auch auf dem Messplatz konnte unser Testkandidat begeistern. Die geforderte Lichtleistung schaffte er mühelos. Wir maßen in enger Anlehnung an die gültige IEC-Norm 7566 Lumen, was satt im Toleranzbereich liegt. Ganz hervorragend war die Gleichmäßigkeit der Lichtverteilung mit 93 % !

Die IR-Fernbedienung, die sich auch per Kabel mit dem Projektor verbinden lässt, ist übersichtlich und die Tasten hintergrundbeleuchtet (abstellbar). Die Einstellmöglichkeiten sind im allgemeinen übersichtlich. Nicht ganz optimal finden wir die weit in den Tiefen der Menüs versteckte Möglichkeit der Leistungsreduzierung (ECO). Man muss über ?Optionen? und ?Lichtquellen-Einstellung? gehen, um sie zu finden. Nicht nur für Präsentationen und Schulungen, sondern beispielsweise auch für den Einsatz auf Showbühnen oder im Theater ist der Shutter nützlich, der sicher verhindert, dass Restlicht auf die Bildfläche gelangt, wenn die Blende geschlossen ist.


Den vollständigen Test mit allen Daten und technischen Angaben finden Sie in der AV-views 2017/01


POSITIV
NEGATIV
  • Sehr hohe Lichtleistung
  • Hervorragende Bildqualität

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