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Test: NEC PX803UL

NEC: PX803UL

NEC steht im Projektorensegment für ein breites Spektrum an Geräten für den professionellen Einsatz. Zur diesjährigen ISE stellte man mit dem PX803UL einen Installationsprojektor vor, der seine Lichtleistung und Farbqualität einer hochaktuellen Laser/Phosphor-Lichtquelle verdankt. Diese Lichtquellen werden auch als „Festkörperlichtquellen“ oder Solid-State-Lichtquellen (SSL) bezeichnet und basieren auf einem blauen Laser oder Laserarray (Halbleiterlaser), dessen Licht aufgefächert wird und das dadurch nicht gefährlicher ist, als das Licht herkömmlicher Lampen. Das so präparierte Laserlicht wird direkt für den blauen Farbanteil im Bild verwendet. Da bei der 1-Chip DLP-Technologie die drei Farbauszüge in schneller Folge nacheinander projiziert werden, wird das Laserlicht, wenn es nicht für "Blau" eingesetzt ist, auf einem Phosphorrad in gelbes Licht umgewandelt. Ein Farbrad mit dichroitischen Filter zieht daraus nacheinander den roten und grünen Anteil heraus, die dann seriell zum DLP-Chip gelangen, wo dem Licht die Bildinformation aufgeprägt wird. Allen SSL ist gemein, dass ihre Lebensdauer extrem viel höher ist, als die einer herkömmlichen UHP- oder gar Xenaon-Lampe. Somit entfallen bei diesen Geräten die Kosten für die Anschaffung einer Ersatzlampe sowie für die Wartungsarbeiten. Ein weiterer Vorteil: Herkömmliche Lampen enthalten Quecksilber und müssen nach Beenden der Lebenszeit entsprechend entsorgt werden.
Noch einen Vorteil haben die SSL speziell für DLP-Projektoren: Da bei den Laser-Systemen kein weißes Licht entsteht, kann auch nicht der übliche Trick zur Erhöhung der Lichtleistung durch einen Weißanteil genutzt werden und da zudem die Primärfarben sehr genau festgelegt werden können, ist der resultierende Farbeindruck besonders gut, so zumindest die Theorie. Wir werden es gleich sehen.
Der PX803UL von NEC ist schon äußerlich gleich als Installationsgerät zu klassifizieren: Das zweckmäßig-schlichte Gehäuse, das es übrigens in schwarz oder weiß gibt, beansprucht etwa einen halben Quadratmeter Grundfläche und wiegt knapp unter dreißig Kilogramm. Damit ist es zwar noch von einer Person zu tragen, für die Installation wird man aber technische Hilfsmittel oder/und mindestens eine zweite Person brauchen. Das Gehäuse hat an seiner Oberseite kleine quadratische Aussparungen. Hier lassen sich Aufnahmeteller befestigen, die dann das exakte Positionieren und Halten eines zweiten Projektors für den Stapelbetrieb ermöglichen.
Natürlich gibt es für den Projektor eine Reihe von verschiedenen Wechselobjektiven, so dass das Gerät immer an geeigneter Stelle montiert werden kann. Die Objektive sind dank Bajonettverschluss ohne Werkzeug schnell zu wechseln. Sie lassen sich per sehr sanft laufender Servomotoren ruckfrei fokussieren und, wenn das Objektiv es ermöglicht, per Zoom in der Bildgröße anpassen. Auch der horizontale wie auch der vertikale Lensshift sind feinfühlig per Servomotoren einzustellen und ermöglichen dankt großem Variationsbereich auch eine problemlose Kaskadierung mehrere Geräte. Dazu sind die Projektoren mit einer Edgeblendingfunktion ausgestattet. Für den Stackbetrieb lassen sich die Bilder zweier aufeinander montierter Geräte mühelos zur Deckung bringen.
Das Anschlussfeld befindet sich an der rechten Geräteseite. Für die Stromversorgung hat man eine Kaltgerätebuchse vom Typ C19 vorgesehen, womit man dem höheren Stromverbrauch Rechnung trägt. An Eingängen für's Bildsignal fehlt es dem Gerät an nichts. Gut ist, dass es nicht nur einen HDMI-Eingang sondern auch einen Ausgang hat, so dass die Versorgung mehrerer Geräte problemlos geht. Ebenfalls angeboten wird der Signaleingang per HDBaseT, der unkomprimierte Bildsignale über größere Entfernungen transportiert. Ebenfalls nutzen kann man den Displayport sowie natürlich die alten analogen Signaleingänge wie zum Beispiel auch ein Komponentensignal über BNC. Unter den Anschlüssen sieht man eine Abdeckung. Hier lassen sich Module nach den Open Pluggable Specifications wie etwa ein Single Board Computer integrieren.


Den vollständigen Test mit allen Daten und technischen Angaben finden Sie in der AV-views 2016/03


POSITIV
NEGATIV
  • Satte, strahlende Farben
  • Weiter h+v Lensshift
  • Lichtleistung voll erreicht
  • Recht schwer

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